Diagnose

Migräne bei Kindern und Jugendlichen

Was untersucht der Arzt bei Kopfschmerzen?

Am Anfang einer jeden Therapie steht immer erst eine ausführliche Anamnese, also eine Erhebung der genauen Symptome, und eine gezielte kinderneurologische wie kinderpsychologische Untersuchung. Eltern sind hierzu für den Arzt die wichtigsten Berichterstatter über die Krankheitsgeschichte ihres Kindes.

Genaue Angaben zu den individuellen Migränebeschwerden wie etwa der Beginn, die Häufigkeit und Dauer, mögliche Schulausfälle sowie Unverträglichkeiten, Allergien sowie eine eventuell bestehende Medikamenteneinnahme sind für den behandelnden Therapeuten wesentliche Informationen um eine fachärztliche Diagnose erheben zu können.

Erster Schritt ist hierzu stets das Führen eines  Kopfschmerztagebuchs, das Kinder (ab 8 jahren) und Eltern jeweils getrennt über einen Zeitraum von mind. vier Wochen führen sollten.

Dieses bildet dann die wesentliche Grundlage für ein erstes fundiertes Beratungsgespräch beim Arzt.

Die folgenden Fragen sollten hierzu beantwortet werden:

  • Wann treten die Kopfschmerzen auf?
  • Sind diese einseitig oder beidseitig?
  • Gab es besondere Vorkommnisse?
  • Wie lange halten die Kopfschmerzen an?
  • Wie intensiv sind die Schmerzen?
  • Wurden Medikamente gegeben?
  • Waren andere Symptome vorhanden?

Elternratgeber & Kopfschmerztagebuch

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Es gibt keine speziellen Laboruntersuchungen, um beispielsweise Migräne einfach und sicher zu diagnostizieren.

In bestimmten Fällen kann ein EEG oder eine Bildgebung, z. B. eine Magnetresonanzuntersuchung, erforderlich werden, um eine mögliche organische Ursache auszuschließen.

Weitere Untersuchungen bei anderen Fachärzten (z. B. beim Augenarzt, Orthopäden oder HNO-Arzt) können hierzu notwendig sein.